Wortskizze
Eine Wortskizze fasst den grammatischen Kontext eines Wortes zusammen. Sie zeigt Ihnen die Wörter, die grammatisch mit Ihrem Wort verbunden sind, etwa die Adjektive, die es beschreiben, oder die Verben, deren Objekt es ist. Innerhalb jeder Relation sind die Wörter danach geordnet, wie stark sie mit Ihrem Wort assoziiert sind.
Wenn Sie Klima im Meinungsbeitrag „Uns läuft die Zeit davon“ aus dem Beispielprojekt skizzieren, erfahren Sie, dass sich das Klima nach Aussage des Textes verändert, dass die Produkte mancher Konzerne es aufgeheizt haben und dass es zu schützen gilt. Von jedem Partner aus gelangen Sie außerdem direkt zu den Sätzen, in denen Ihr Ausgangswort mit ihm verbunden ist.
Wortskizzen helfen, wenn Sie verstehen wollen, wie Ihre Dokumente etwas darstellen, etwa was das Klima nach Aussage eines Verfassers tut oder welche Adjektive ein Verfasser für das Wort Politik verwendet. Sie können ein Wort in einem einzelnen Dokument skizzieren, während Sie es lesen, oder in einem Set oder dem ganzen Projekt, um zu sehen, wie eine Gruppe von Texten das Wort verwendet.
Die Code-Skizze ordnet die Partner nicht nach ihren Relationen, sondern nach den Codes, die das jeweilige Vorkommen abdecken. Der Skizzenraum, der die Skizzen eines Wortes zwischen Codes oder zwischen den Werten eines Attributs wie „Haltung“ vergleicht, wird gesondert in Kapitel 14, Skizzenraum beschrieben.
Wichtige Begriffe
- Das skizzierte Wort ist das Wort, um das es in der aktuellen Skizze geht. Wortskizzen arbeiten mit den Grundformen der Wörter, den Lemmata; Rechnungen und Rechnung sind in einer Wortskizze also dasselbe Wort. Die Wortklassen des skizzierten Wortes werden zusammengefasst, die seiner Partner bleiben getrennt (siehe Grammatische Relationen weiter unten).
- Eine Relation ist die grammatische Beziehung, die das skizzierte Wort mit einem anderen Wort verbindet, etwa Subjekt, Objekt oder adjektivischer Modifikator. LemmaLoom unterscheidet zwölf Relationen, und jede fasst eine oder mehrere Dependenzrelationen der Grammatikanalyse zusammen, etwa
nsubjundnsubjpassfür Subjekte, in deutschen Textensb. Die Relationen sind nicht dieselben wie die zehn Funktionen, die unter Grundbegriffe in Kapitel 11, Der Grammatik-Inspektor beschrieben sind. - Verbindungen sind die Stellen in einem Text, an denen die Grammatikanalyse das skizzierte Wort mit einem anderen Wort verknüpft.
- Partner sind die Wörter, mit denen das skizzierte Wort durch Verbindungen verknüpft ist. In „das Klima zu schützen“ ist schützen ein Partner von Klima in der Relation Objekt von.
- Die Häufigkeit f ist die Zahl der Verbindungen zwischen dem skizzierten Wort und einem seiner Partner in einer bestimmten Relation.
- logDice bestimmt die Reihenfolge der Partner. Der Wert setzt die Zahl der gemeinsamen Vorkommen der beiden Wörter ins Verhältnis zu ihren einzelnen Häufigkeiten. Sein Höchstwert ist 14, wenn die beiden Wörter nur miteinander vorkommen, und jeder Punkt darunter halbiert dieses Verhältnis (Einzelheiten unter Werte).
- Der Geltungsbereich legt fest, aus welchen Dokumenten die Skizze gebildet wird, also aus einem Dokument, einem Set, einem Tag oder dem ganzen Projekt.
Wo Wortskizzen verfügbar sind
| Ort | Was skizziert wird | So gelangen Sie dorthin |
|---|---|---|
| Wortskizze im Tab Grammatik des Inspektors | das Dokument in der Leseansicht | Darstellung ▸ Inspektor ▸ Grammatik (⌥⌘2), dann Wortskizze |
| Code-Skizze im Tab Kodierung des Inspektors | das Dokument in der Leseansicht, nach Codes gruppiert | Darstellung ▸ Inspektor ▸ Kodierung (⌥⌘3), dann Code-Skizze |
| Die Ansicht Wortskizze | alle Dokumente eines Sets, eines Tags oder des Projekts | Wortskizze unter Projekt in der Seitenleiste oder im Tab eines Sets oder Tags |
| Das Wortskizzen-Fenster | das Projekt, ein Set, ein Tag oder das aktive Dokument | das Projekt, ein Set oder ein Tag in der Seitenleiste mit der rechten Maustaste anklicken und Wortskizze wählen |
Die Ansicht und das Fenster haben beide drei Modi. Grammatik zeigt die Wortskizze, Kodierung die Code-Skizze und Multimodus den Skizzenraum. Ein Geltungsbereich, den Sie zum ersten Mal öffnen, beginnt in dem Modus, den Sie zuletzt gewählt haben. Im Inspektor stehen die drei Modi als Facetten in den Tabs Grammatik, Kodierung und Multimodus, dort in dieser Reihenfolge unter den Namen Wortskizze, Code-Skizze und Skizzenraum.
Wortskizzen beruhen auf den grammatischen Strukturen, die LemmaLoom beim Indizieren eines englischen, deutschen oder chinesischen Dokuments ermittelt (siehe Kapitel 21, Analyse und Indizierung). Solange der Index eines Dokuments noch nicht berechnet ist, zeigt der Inspektor für dieses Dokument Die Grammatik wird verfügbar, sobald die Indizierung abgeschlossen ist, und Skizzen von Sets und Projekten lassen es aus.
Ein Wort in einem Dokument skizzieren
Die Wortskizze von Klima in „Uns läuft die Zeit davon“ aus dem Beispielprojekt „Klimadebatte“ zeigt die Partner, die am Anfang dieses Kapitels genannt sind, als Karte im Inspektor.


So skizzieren Sie ein Wort in einem Dokument:
- Öffnen Sie das Dokument und wählen Sie Darstellung ▸ Inspektor ▸ Grammatik (⌥⌘2).
- Klicken Sie in der Reihe der Facetten oben im Tab auf Wortskizze.
- Klicken Sie in der Leseansicht auf ein Wort.
Die Wortskizze folgt der Leseansicht, und jedes Wort, auf das Sie klicken, wird zum skizzierten Wort. Wählen Sie mehrere Wörter aus, wird das Wort skizziert, das grammatisch den Kopf der übrigen bildet. Die Auswahl die dringendsten Schritte ergibt Schritt.
Um ein Wort zu skizzieren, bevor Sie es im Dokument gefunden haben, geben Sie es in das Feld Wort ein und drücken den Zeilenschalter. In einem Dokument nimmt das Feld nur die Grundform an; Rechnung steht zum Beispiel auch für Rechnungen. Groß- und Kleinschreibung spielen beim Vergleich keine Rolle.
Die Leiste oben in der Facette enthält von links nach rechts:
- die Schaltflächen Zurück und Vorwärts (zwei Pfeile, die zu zuvor skizzierten Wörtern zurückführen; mehr dazu unter Zurück- und vorwärtsgehen),
- das Feld Wort,
- die Optionen Karte, Liste und Netz, mit denen Sie die Darstellung wechseln,
- die Schaltfläche zum Exportieren (mehr dazu unter Exportieren),
- das Symbol In einem Fenster öffnen (zwei diagonale Pfeile), das dasselbe Dokument und Wort im Wortskizzen-Fenster öffnet (siehe Das Wortskizzen-Fenster).
Unter der Leiste folgt auf Wortskizze von das skizzierte Wort. Bevor Sie im Dokument ein Wort auswählen, zeigt die Facette Ein Wort skizzieren. Ist das gewählte Wort an keiner der zwölf Relationen beteiligt, zeigt die Facette Keine grammatischen Partner für dieses Wort gefunden.
Die Facetten Code-Skizze und Skizzenraum haben dieselbe Leiste, mit den Darstellungen Karte und Liste. Auch sie wechseln wie die Wortskizze mit dem gewählten Wort. Die gewählte Darstellung gilt für alle Wortskizzen, Code-Skizzen und Skizzenräume, bis Sie sie wieder ändern; solange Netz aktiv ist, zeigen Code-Skizze und Skizzenraum Karten.
Grammatische Relationen
Die Grammatikanalyse verknüpft jedes Wort eines Satzes mit dem Wort, von dem es abhängt. Adjektive hängen zum Beispiel von Nomen ab, Subjekte von Verben, und das Nomen nach einer Präposition hängt von der Präposition selbst ab. Eine Wortskizze fasst alle Verbindungen eines bestimmten Wortes zusammen und ordnet sie zwölf Relationen zu.
Manche Relationen zeigen nach unten zu den Wörtern, die vom skizzierten Wort abhängen, andere nach oben zu dem Wort, von dem es selbst abhängt. Dieselbe Verbindung erscheint deshalb in zwei verschiedenen Wortskizzen, einmal für jede Richtung. Nehmen Sie den Satz „Das Klima verändert sich“. In der Skizze von verändern steht Klima unter Subjekte, in der Skizze von Klima dagegen verändern unter Subjekt von.
| Relation | Was sie auflistet | Beispiel |
|---|---|---|
| Subjekte | die Subjekte eines Verbs | Klimapolitik in „dass die Klimapolitik ausgerechnet die Familien am härtesten trifft“ (Skizze von treffen) |
| Objekte | die Objekte eines Verbs, einschließlich indirekter Objekte | Familie in „dass die Klimapolitik ausgerechnet die Familien am härtesten trifft“ (Skizze von treffen) |
| Komplemente | Wörter und Nebensätze, die ein Verb vervollständigen, etwa das Adjektiv nach sein oder der Infinitiv nach wollen | schützen in „Wenn wir das Klima schützen wollen“ (Skizze von wollen) |
| Subjekt von | die Verben, deren Subjekt das Wort ist | warnen in „Die Wissenschaft warnt“ (Skizze von Wissenschaft) |
| Objekt von | die Verben, deren Objekt das Wort ist | treffen in „dass die Klimapolitik ausgerechnet die Familien am härtesten trifft“ (Skizze von Familie) |
| Adjektivische Modifikatoren | Adjektive, die das Wort beschreiben | furchtbar in „ein furchtbarer Sommer“ (Skizze von Sommer) |
| Adverbiale Modifikatoren | Adverbien, die das Wort näher bestimmen | gemeinsam in „beschließen, gemeinsam zu handeln“ (Skizze von handeln) |
| Modifiziert | die Wörter, die dieses Wort als Adjektiv oder Adverb näher bestimmt | Schritt in „Die dringendsten Schritte“ (Skizze von dringend) |
| In Komposita mit | Nomen, die mit dem Wort ein Kompositum bilden, davor oder dahinter | in einem englischen Text carbon in „carbon tax“ und break in „tax breaks“ (Skizze von tax) |
| Präpositionalphrasen | Phrasen, die am Wort hängen, angezeigt als Präposition und Nomen | auf Stromrechnung in „eine Abgabe auf die Stromrechnung“ (Skizze von Abgabe) |
| Koordiniert mit | Wörter, die durch und, oder und ähnliche Wörter mit dem Wort verbunden sind | in einem englischen Text flood in „fires and floods“ (Skizze von fire) |
| Komplement von | die Wörter, die dieses Wort vervollständigt | wollen in „Wenn wir das Klima schützen wollen“ (Skizze von schützen) |
Die Skizze führt die Relationen, an denen das Wort beteiligt ist, in der Reihenfolge der Tabelle auf. Kurzdefinitionen finden Sie unter Hilfe ▸ Glossar im Abschnitt Wortskizzen.
Vier Faktoren beeinflussen, was in die Skizze aufgenommen wird:
- Ist ein Wort das Subjekt einer Passivkonstruktion, zählt es als Subjekt. In „Those bills were paid too“ erscheint pay zum Beispiel in der Skizze von bill unter Subjekt von. Im deutschen Satz „Auch diese Rechnungen wurden bezahlt“ steht dort das Hilfsverb werden (siehe unten).
- Unter Präpositionalphrasen wird der Partner immer zusammen mit der Präposition angezeigt. Auf Stromrechnung und für Stromrechnung sind zwei verschiedene Partner.
- Partner werden nach ihrer Wortklasse unterschieden. Ordnet die Grammatikanalyse denselben Partner in verschiedenen Konstruktionen einmal als Nomen und einmal als Verb ein, kann er in einer Relation zweimal erscheinen. Der CSV-Export gibt die Wortklasse jedes Partners an (siehe Exportieren).
- Die Grammatikanalyse irrt sich gelegentlich, am häufigsten bei Satzabbrüchen, Aufzählungen und unvollständigen Sätzen in Transkripten gesprochener Sprache. Deshalb kann hin und wieder ein falscher Partner am analysierten Wort hängen. Die Sätze, in denen ein verdächtiger Partner vorkommt, zeigen meist, ob die Zuordnung tatsächlich falsch ist.
Skizzen deutscher und chinesischer Wörter verwenden die zwölf Relationen auf ähnliche Weise, allerdings mit einigen Ausnahmen:
- Da deutsche Komposita fast immer zusammengeschrieben werden (etwa Klimapolitik), bleibt In Komposita mit in deutschsprachigen Dokumenten leer.
- Die deutsche Grammatikanalyse betrachtet die Präposition als Kopf der Präpositionalphrase. Eine deutsche Skizze zeigt die Phrase trotzdem unter Präpositionalphrasen, und ihre Bestandteile stehen in derselben Reihenfolge wie im Englischen, die Präposition vor ihrem Nomen. Außerdem kann die Präposition allein in mehreren Rollen als Partner auftreten, nämlich unter Adverbiale Modifikatoren des Verbs, zu dem die Phrase gehört (in in der Skizze von leben), unter Adjektivische Modifikatoren eines Nomens, dem sie folgt, und unter Modifiziert in der Skizze des Nomens in der Phrase (in in der Skizze von Klimakrise).
- Die deutsche Grammatikanalyse verknüpft Subjekte mit dem finiten Verb. In „Die Wissenschaft hat ihre Arbeit eindeutig getan“ gilt Wissenschaft als Subjekt des Hilfsverbs haben, nicht des Vollverbs tun. Hilfs- und Modalverben wie haben, werden und müssen erscheinen deshalb häufig unter Subjekt von.
- Im Deutschen enthält die Relation Adjektivische Modifikatoren neben Adjektiven auch Nomen, Eigennamen, Zahlen, Genitivattribute (Klimapolitik in „den Folgen der heutigen Klimapolitik“) und Appositionen. Ebenso enthält die Relation im Chinesischen Nomen und Pronomen, die als Modifikatoren dienen und oft von der Partikel 的 gefolgt werden (学校 in 学校的屋顶). Die chinesische Grammatikanalyse verknüpft eine Präposition mit dem Nomen, das ihr folgt. Chinesische Präpositionalphrasen zeigen die Präposition vor ihrem Nomen.
Die Karte
Mit der Darstellung Karte veranschaulicht LemmaLoom eine Wortskizze grafisch. Das skizzierte Wort steht in der Akzentfarbe in der Mitte, umgeben von seinen Partnern.
- Die Partner sind nach ihrer Relation gruppiert. Die Relationen folgen, oben auf der Karte beginnend, im Uhrzeigersinn der Reihenfolge der Tabelle oben, und jede Relation nimmt so viel Platz ein, wie es der Zahl ihrer angezeigten Partner entspricht.
- Jede Relation hat eine eigene Farbe, die ihre Partner und die Linien zum skizzierten Wort teilen. Kleine Beschriftungen mit farbigen Punkten nennen die Relationen neben ihren Partnern, wo der Platz es zulässt.
- Innerhalb einer Relation hat der Partner mit dem höchsten logDice-Wert die größte Schrift und die kräftigste Linie.
- Halten Sie den Mauszeiger auf einen Partner, sehen Sie seine Häufigkeit und seinen Wert, zum Beispiel f=4 · logDice 11,83. Alle anderen Partner verblassen währenddessen.


Wie viele Partner eine Wortskizze genau zeigt, hängt vom verfügbaren Platz ab. Pro Relation erscheinen mindestens zwei und höchstens acht Partner, und Partner, die sich mit anderen überlappen würden, werden weggelassen. Ist der Inspektor schmal, sehen Sie unter Umständen nur die zwei oder drei stärksten Partner jeder Relation. Wenn Sie den Inspektor verbreitern, zu Liste wechseln oder die Wortskizze im Wortskizzen-Fenster öffnen, sehen Sie mehr.
Auf der Karte klicken Sie auf einen Partner, um ihn zu skizzieren. Mit einem Rechtsklick auf einen Partner können Sie stattdessen Dieses Wort skizzieren wählen (wie ein Klick) oder Im Kontext anzeigen, das den Partner im Text zeigt (siehe Partner im Text anzeigen).


Unten rechts auf der Karte befindet sich eine Zoomleiste mit Verkleinern, Vergrößern und Einpassen, die auch den aktuellen Zoomfaktor in Prozent anzeigt. Auf einem Trackpad zoomen Sie, indem Sie zwei Finger auseinander- oder zusammenziehen, und ein Doppeltippen mit zwei Fingern wechselt zwischen der eingepassten Ansicht und doppelter Größe. Bei gedrückter ⌘-Taste können Sie auch durch Scrollen zoomen. Ist die Karte vergrößert, verschieben Sie den Ausschnitt durch Ziehen oder Scrollen. Die Karte lässt sich bis auf das Vierfache vergrößern.
Die Liste
Die Darstellung Liste zeigt genau dieselbe Skizze als Listen, mit einem eigenen Abschnitt für jede Relation in der Reihenfolge der Tabelle. Jeder Abschnitt zeigt Farbe und Namen der Relation und die Zahl der Partner, die er enthält. Jede Zeile zeigt den Partner, seine Häufigkeit und seinen logDice-Wert mit bis zu zwei Nachkommastellen.
Die Zeilen sind absteigend nach logDice geordnet; Zeilen mit gleichem logDice-Wert sind nach Häufigkeit geordnet. Ein Abschnitt führt bis zu 12 Partner auf.


In der Liste wirken Klicks umgekehrt wie auf der Karte. Ein Klick auf eine Zeile zeigt den Partner im Text (siehe Partner im Text anzeigen). Um den Partner zu skizzieren, klicken Sie die Zeile mit der rechten Maustaste an und wählen Dieses Wort skizzieren.
Das Netz
Netz, die dritte Darstellung, fügt die Partner der Partner hinzu. So sehen Sie, wie die Wörter rund um das skizzierte Wort untereinander zusammenhängen. Das Netz gibt es nur im Modus Grammatik. Es entsteht in zwei Stufen:
- Das skizzierte Wort erhält seine sechs stärksten Partner nach logDice, über alle Relationen hinweg.
- Jeder dieser Partner erhält wiederum seine sechs stärksten Partner.
Bei einer Präpositionalphrase wird das Nomen zum Knoten im Netz; auf Stromrechnung und Stromrechnung sind also ein Knoten, beschriftet so, wie das Netz ihn zuerst erreicht hat. Ein Wort, das bereits platziert ist, erscheint nur einmal, mit einer Linie zu jedem Wort, zu dessen sechs Partnern es gehört.
Das Netz ist in konzentrischen Ringen angeordnet. Das skizzierte Wort steht in der Mitte, seine Partner auf dem ersten Ring und deren Partner auf dem äußeren Ring. Die Farben stehen wie auf der Karte für die Relationen, und die Dicke der Linien steht für logDice.
Um im Netz den Überblick über die Knoten zu behalten, halten Sie den Mauszeiger auf einen Knoten. Dieser Knoten und seine Partner bleiben hell, alle anderen Knoten verblassen, und der Tooltip nennt den logDice-Wert der Linie, über die der Knoten ins Netz gekommen ist. Wo Knoten dicht gedrängt stehen, rücken die Knoten in der Nähe des Mauszeigers auseinander, damit Sie sie lesen können.


Ist verändern einer der stärksten Partner von Klima, kann der äußere Ring zeigen, wie sich die Verfasser zu dieser Veränderung stellen, und zwar über die Verben, deren Komplement verändern ist. Ein Beispiel ist bezweifeln.
Klicken Sie auf ein Wort im Netz, um es zu skizzieren; an die Stelle des Netzes tritt dann das Netz dieses Wortes. Wenn Sie bei einem Wort im Netz Im Kontext anzeigen wählen, sucht LemmaLoom nach Vorkommen neben dem skizzierten Wort; in der Ansicht und im Fenster Wortskizze funktioniert das für die Wörter, die mit dem skizzierten Wort selbst verbunden sind. Im Inspektor wird dagegen das erste Vorkommen des Wortes ausgewählt.
Das Netz lässt sich von einem Viertel bis zum Sechsfachen seiner Größe zoomen. Da der Aufbau eines Netzes in einem großen Set einige Zeit dauern kann, erscheint an seiner Stelle eine sich drehende Aktivitätsanzeige, bis es fertig ist. Wenn Sie stattdessen Karte oder Liste wählen, wird der Aufbau abgebrochen.
Zurück- und vorwärtsgehen
LemmaLoom merkt sich den Weg, den Sie beim Wechseln von Skizze zu Skizze genommen haben. Über der Skizze erscheint dieser Weg hinter Wortskizze von etwa als Klima › verändern › bezweifeln, mit dem aktuellen Wort am Schluss. Ein Klick auf ein früheres Wort führt Sie zu ihm zurück.


Jedes skizzierte Wort kommt zu diesem Weg hinzu, ob Sie es eingeben, auf einen Partner klicken, ein Kandidatenwort einer Wörterbuchkategorie wählen oder im Inspektor etwas in der Leseansicht auswählen. Zurück und Vorwärts folgen genau diesem Weg (wie der Verlauf eines Webbrowsers). Gehen Sie zurück und skizzieren dann ein neues Wort, ersetzt das neue Wort die Wörter, über die Sie zurückgegangen sind.
Unter Darstellung ▸ Wortskizze stehen mehrere Befehle, jeder mit einem eigenen Tastaturkurzbefehl.
- Zurück (⌘[) und Vorwärts (⌘])
- Wortfeld aktivieren (⌘L)
- Grammatik, Kodierung und Multimodus (⌘1, ⌘2 und ⌘3)
Im Inspektor wechseln die Befehle Grammatik, Kodierung und Multimodus jeweils zu Wortskizze, Code-Skizze und Skizzenraum in den Tabs Grammatik, Kodierung und Multimodus.
Im Inspektor teilen sich die drei Facetten eines Dokuments einen gemeinsamen Weg. Ein Wort, zu dem Sie in Wortskizze, Code-Skizze oder Skizzenraum gelangen, erscheint also auch in den beiden anderen Facetten.
Werte
Jedes Paar hat eine Häufigkeit und einen logDice-Wert. Die Häufigkeit gibt an, wie oft die beiden Wörter verbunden sind, logDice, wie stark ihre Beziehung ist.
Häufigkeit
Die Häufigkeit eines Partners ist die Zahl der Stellen, an denen die Grammatikanalyse den Partner in der jeweiligen Relation mit dem skizzierten Wort verbunden hat. Nehmen Sie das Beispielprojekt „Klimadebatte“. Angenommen, in den Texten ist viermal davon die Rede, das Klima zu schützen. Dann zeigt die Skizze von Klima für schützen unter Objekt von die Häufigkeit f=4.
Die Häufigkeit allein sagt aber noch nicht, was für ein Wort typisch ist. Ordnet man die Partner nur nach Häufigkeit, stehen gängige Wörter wie neu oben in der Liste. Solche häufigen Partner verbinden sich mit fast jedem anderen Wort (neue Straßen, neue Genehmigungen, neue Fristen, neue Brücken und so weiter). Wortskizzen ordnen die Partner deshalb nach logDice, das die Häufigkeit jedes einzelnen Wortes berücksichtigt.
logDice
logDice beruht auf der Häufigkeit des Paares im Verhältnis zur Summe der Häufigkeiten der beiden Wörter für sich genommen (ein Maß dafür, wie fest zwei Wörter zusammengehören). Die Berechnung verwendet drei Werte:
- , wie oft das Paar verbunden ist, also f
- , wie oft das skizzierte Wort an der Relation beteiligt ist, mit welchem Partner auch immer
- , wie oft das andere Wort der Relation im Geltungsbereich vorkommt, ob mit dem skizzierten Wort gepaart oder nicht
Jede Flexionsform eines Wortes zählt zu seinem Lemma, und Wortklassen werden getrennt erfasst. Ist der Partner das Nomen Handeln, zählen für also nur seine Verwendungen als Nomen, nicht die des Verbs handeln.
Der Dice-Koeffizient, benannt nach dem Ökologen Lee R. Dice, misst die Häufigkeit des Paares im Verhältnis zur Summe der beiden letztgenannten Werte:
Wären alle drei Zahlen gleich, betrüge der Dice-Koeffizient 1. Das Wort käme dann in dieser Relation nur mit diesem Partner vor, und der Partner käme nirgends sonst vor. Niedrige Werte bedeuten, dass das Paar im Vergleich zu den beiden Zahlen zusammen selten vorkommt. Da im Nenner zwei Werte addiert werden, gleicht der Faktor 2 im Zähler das aus.
Dice-Koeffizienten lassen sich mit bloßem Auge schwer vergleichen, weil sie Verhältnisse sind; die Werte 0,02 und 0,04 unterscheiden sich um den Faktor zwei, sehen als Zahlen aber fast gleich aus. Hier hilft die Umrechnung in logDice. Sie bringt die Verhältnisse auf eine logarithmische Skala, auf der jeder Schritt einer Verdopplung des vorigen Wertes entspricht:
Der Logarithmus zur Basis 2 () gibt an, wie oft man verdoppeln muss, um eine bestimmte Zahl zu erreichen. So ist , weil 2 × 2 × 2 = 8. Im Bereich 0 < x < 1 sind Logarithmen negativ und stehen für Halbierungen; und . Hat Ihr Taschenrechner keine -Taste, berechnen Sie den Quotienten der natürlichen Logarithmen .
Ein Partner mit einem logDice-Punkt weniger als ein anderer hat also einen halb so großen Dice-Koeffizienten. Die Konstante 14 verschiebt die Skala so, dass 14 der höchstmögliche Wert ist, erreicht bei einem Dice-Koeffizienten von 1. Unter 0 Punkte fällt ein Paar erst, wenn sein Dice-Koeffizient kleiner ist als 1 geteilt durch 16.384 (), was in einem Projekt aus Meinungsbeiträgen und Kolumnen selten vorkommt.
Ein Beispiel
Angenommen, Klima ist in „Klimadebatte“ insgesamt 28-mal das Objekt eines Verbs; für jeden Partner unter Objekt von ist also . Die Zahlen sind zur Veranschaulichung erfunden; im Beispielprojekt fallen sie kleiner aus. Schützen hat viermal Klima als Objekt und kommt im ganzen Projekt insgesamt achtmal vor.
Da 0,222 zwischen 0,125 und 0,25 liegt, liegt sein Logarithmus zur Basis 2 zwischen −3 und −2. Genauer ist . Damit ist
Mit diesem logDice-Wert lautet der Tooltip auf der Karte f=4 · logDice 11,83. Die folgende Tabelle zeigt drei weitere Partner:
| Partner | f () | Vorkommen des Partners () | Dice | logDice |
|---|---|---|---|---|
| retten | 4 | 4 | 8/32 = 0,250 | 12,00 |
| schützen | 4 | 8 | 8/36 ≈ 0,222 | 11,83 |
| belasten | 4 | 12 | 8/40 = 0,200 | 11,68 |
| aufheizen | 1 | 1 | 2/29 ≈ 0,069 | 10,14 |
Retten, schützen und belasten haben Klima jeweils viermal als Objekt. Trotzdem stehen sie an unterschiedlichen Stellen. Jedes Vorkommen von retten hat in diesem Beispiel Klima als Objekt, deshalb steht retten an erster Stelle. Von den acht Vorkommen von schützen betrifft die Hälfte das Klima. Belasten kommt zwölfmal vor, meist mit anderen Objekten (die Haushalte, die Wirtschaft). Belasten landet deshalb hinter retten und schützen, und aufheizen, das nur einmal und nur mit Klima vorkommt, steht unter den vieren an letzter Stelle.
Haben zwei Partner dieselbe Häufigkeit mit dem skizzierten Wort, erzielt derjenige den höheren Wert, der anderswo seltener vorkommt.
logDice und Mutual Information
Die Facette Kollokationen im Tab Grammatik und die Kollokationslisten von Abfragen bieten auch andere Maße, darunter Mutual Information (MI) und Log-Likelihood (siehe Kapitel 11, Der Grammatik-Inspektor und Kapitel 16, Abfrageergebnisse und Statistik). Die Partner in Wortskizzen werden dagegen ausschließlich nach logDice geordnet, weil MI seltene Partner bevorzugt und von der Länge des Textes abhängt.
MI misst das Verhältnis zwischen der tatsächlichen Häufigkeit und der Häufigkeit, die bei zufälligem Vorkommen zu erwarten wäre. Ist die Länge des Textes in Tokens (Wörter und Satzzeichen), dann sind dieser Tokens der Partner. Eine zufällige Verbindung zu irgendeinem Token trifft den Partner also mit der Wahrscheinlichkeit . Bei den Verbindungen des skizzierten Wortes ist die erwartete Zahl der Vorkommen; sie entspricht der erwarteten Häufigkeit unter Die Assoziationsmaße in Kapitel 11, Der Grammatik-Inspektor. Daraus ergeben sich die folgenden Gleichungen:
MI wird hier in Verdopplungen gemessen und beträgt daher 3, wenn ein Paar achtmal so häufig vorkommt, wie der Zufall erwarten ließe.
Nehmen Sie ein Projekt mit 10.000 Tokens (etwa 9.000 Wörter plus Satzzeichen). Für schützen ergibt sich und , also MI . Ebenso ergibt sich für aufheizen, das in der Skizze nur einmal vorkommt, und , also MI .
MI stellt aufheizen also über schützen. Das liegt an der kleinen erwarteten Häufigkeit, die das einzige Vorkommen von aufheizen zu einer großen Überraschung macht. logDice stellt schützen dagegen vor aufheizen, weil ein einziges Vorkommen keinen nennenswerten Anteil an 28 Verbindungen ausmacht.
Außerdem hängt MI stark von ab. Bei gleichen Zahlen wären in einem doppelt so langen Projekt alle MI-Werte um eins höher, weil sich die erwarteten Häufigkeiten halbieren. Da in der Formel für logDice nicht vorkommt, hebt oder senkt ein längeres Projekt allein den logDice-Wert nicht. Die Werte ändern sich trotzdem mit dem Geltungsbereich, weil sich und ändern (siehe Wortskizzen für Sets, Tags und das Projekt).
Code-Skizze
Code-Skizzen teilen die Partner nicht nach Relationen auf, sondern nach den Codes, die Ihr Wort an den Stellen abdecken, an denen es vorkommt. Wenn Sie vermuten, dass sich Ihr Wort je nach Thema einer Textstelle mit anderen Gruppen von Partnern verbindet, können Sie dieser Vermutung mit Code-Skizzen in Ihren Dokumenten nachgehen. Eine Code-Skizze zeigt zum Beispiel die Partner von Klima in Textstellen mit dem Code „Wissenschaft“ und in Textstellen mit dem Code „Dringlichkeit“.


So erstellen Sie eine Code-Skizze eines Dokuments:
- Öffnen Sie das Dokument und wählen Sie Darstellung ▸ Inspektor ▸ Kodierung (⌥⌘3).
- Klicken Sie in der Reihe der Facetten oben im Tab auf Code-Skizze.
- Klicken Sie in der Leseansicht auf ein Wort, oder geben Sie seine Grundform in das Feld Wort ein und drücken Sie den Zeilenschalter.
Karte und Liste sind wie bei der Wortskizze aufgebaut, zeigen hier aber Codes anstelle von Relationen. Jeder Code hat eine eigene Gruppe und Farbe, und die Gruppe Unkodiert sammelt in Grau die Partner aller Vorkommen, die in keiner kodierten Textstelle liegen. Die Codes sind danach geordnet, wie viele Verbindungen des Wortes in ihren Textstellen liegen, die meisten zuerst. Die Gruppe Unkodiert steht am Schluss.
- Unkodierte einbeziehen, das unter Code-Skizze von und dem Wort unter der Leiste steht, ist zunächst ausgewählt, sodass auch unkodierte Vorkommen einbezogen werden. Heben Sie die Auswahl auf, wenn die Skizze keine unkodierten Vorkommen enthalten soll.
- Ein Vorkommen des Wortes gehört zu einem Code, wenn der Code irgendeinen Teil davon abdeckt. Vorkommen in Textstellen mit mehr als einem Code zählen unter jedem beteiligten Code. Liegt in „Uns läuft die Zeit davon“ etwa die Wendung „im dichten Nebel“ in Textstellen mit den Codes „Angst“ und „Kipppunkte“, dann erscheint dicht in Ihrer Code-Skizze von Nebel in den Gruppen „Angst“ und „Kipppunkte“.
- Jeder Code zählt nur seine eigenen Kodierungen. Haben Sie manche Textstellen mit „Dringlichkeit“ kodiert und andere mit dem zugehörigen Untercode „Kipppunkte“, bilden die beiden getrennte Gruppen.
- Kodierte Memos zählen als Kodierungen. Vorkommen in Textstellen, die über ein Memo kodiert sind, gelten als direkt mit dem Code des Memos kodiert.
- Enthält Ihr Dokument überhaupt keine Kodierungen, landen alle Vorkommen in der Gruppe Unkodiert, und das Ergebnis entspricht der Wortskizze mit allen Relationen in einer Gruppe. Ist Unkodierte einbeziehen jedoch nicht ausgewählt, ergibt sich Keine Partner.
Innerhalb jeder Codegruppe gibt die Häufigkeit eines Partners die Zahl der Verbindungen zwischen dem Partner und dem Wort in allen Relationen an, an denen beide beteiligt sind. Ist Klima also in manchen Sätzen das Objekt von schützen und in anderen auf andere Weise mit schützen verbunden, erscheint schützen nur einmal. Präpositionen unter Präpositionalphrasen bleiben bei ihren Nomen; der Partner erscheint zum Beispiel als auf Stromrechnung.
Auch hier wird jeder Partner innerhalb jedes Codes mit logDice bewertet, aber für jede Codegruppe getrennt. Die Summe des skizzierten Wortes ist dann die Gesamtzahl seiner Verbindungen jeder Art innerhalb der Textstellen des jeweiligen Codes. Die Zahl des Partners bezieht sich weiterhin auf das ganze Dokument, in einem Set oder Projekt auf den ganzen Geltungsbereich. Ein häufiger Partner, der an vielen Stellen vorkommt, erzielt deshalb unter jedem Code einen niedrigeren Wert als einer, der vor allem in den Textstellen des Codes vorkommt.
Hat Klima in einem Dokument zum Beispiel 5 Verbindungen in Textstellen mit dem Code „Wissenschaft“, 2 davon mit Modell, und kommt Modell im Dokument insgesamt 8-mal vor, dann ist Dice und damit logDice .
Klicks und Rechtsklicks funktionieren wie bei der Wortskizze, und skizzierte Partner kommen zum Weg über der Skizze hinzu. Im Inspektor öffnet In einem Fenster öffnen das Wortskizzen-Fenster mit dem Dokument im Modus Kodierung. Um Relationen über Codes hinweg zu vergleichen, verwenden Sie stattdessen den Skizzenraum (siehe Kapitel 14, Skizzenraum).
Wortskizzen für Sets, Tags und das Projekt
Wortskizzen für ein Set, ein Tag oder das Projekt werden über alle zugehörigen Dokumente zusammen gebildet. Die Zahlen , und werden über alle Dokumente addiert, bevor der Wert berechnet wird. Wortskizzen desselben Wortes in zwei verschiedenen Geltungsbereichen machen Unterschiede zwischen Verfassern sichtbar, etwa zwischen den Sets „Aktivisten“ und „Skeptiker“.
Die Ansicht Wortskizze öffnen
Das Set „Aktivisten“ in „Klimadebatte“ enthält die Texte der Aktivisten; seine Wortskizze von Klima zeigt also, wie sie das Wort verwenden.


So öffnen Sie die Ansicht Wortskizze:
- Für das ganze Projekt klicken Sie in der Seitenleiste unter Projekt auf Wortskizze. Für ein Set oder ein Tag klicken Sie es in der Seitenleiste an und dann in seinem Tab auf die Schaltfläche Wortskizze.
- Geben Sie ein Wort in das Feld Wort ein und drücken Sie den Zeilenschalter.
- Wählen Sie in der Leiste Grammatik, Kodierung oder Multimodus.
Wenn Sie zum ersten Mal eine Skizze für einen Geltungsbereich öffnen, wird die Grammatik jedes Dokuments im Geltungsbereich vorbereitet. Das zeigen Wird vorbereitet, ein Fortschrittsring und die Angabe, wie viele Dokumente bereits vorbereitet sind, etwa 4 von 6. Spätere Skizzen im selben Geltungsbereich erscheinen sofort. Wenn Sie ein Dokument bearbeiten, muss nur dieses Dokument neu vorbereitet werden, und Wird vorbereitet erscheint dann in kleinerer Schrift in der Leiste.
Die Leiste bleibt in allen Modi gleich. Im Abschnitt Wortskizze des Projekts beginnt sie mit dem Titel, gefolgt von den Modi und von Karte, Liste und Netz. Rechts stehen Zurück, Vorwärts, das Feld Wort, ein Menü für Übersetzungen, wenn der Geltungsbereich welche enthält (siehe Übersetzungen skizzieren weiter unten), die Schaltfläche zum Exportieren und In einem Fenster öffnen. In einem Set oder Tag und im Wortskizzen-Fenster stehen die Pfeile und das Feld Wort am Anfang. Die übrigen Elemente folgen in derselben Reihenfolge.
In den Modi Kodierung und Multimodus ist Netz deaktiviert, und sein Tooltip lautet Netz ist in diesem Modus nicht verfügbar.
Unter der Leiste steht Wortskizze von oder Code-Skizze von, je nachdem, ob eine Wortskizze oder eine Code-Skizze erstellt wird, gefolgt vom Weg der bisher skizzierten Wörter (siehe Zurück- und vorwärtsgehen). Im Modus Kodierung steht darunter Unkodierte einbeziehen, das Vorkommen ohne Kodierung einbezieht, und daneben Dokumentcodes einbeziehen, wenn der Geltungsbereich Dokumentcodes enthält. Die zusätzlichen Bedienelemente im Multimodus beschreibt Kapitel 14, Skizzenraum.
Das Feld Wort
In der Ansicht nimmt das Feld Wort jede Wortform an. Geben Sie Schulen ein, erhalten Sie Schule; ebenso ergibt gewarnt das Verb warnen. Eine Wortgruppe wird unter dem Wort skizziert, das im Text Ihres Geltungsbereichs am häufigsten ihr Kopf ist; dichten Nebel ergibt also Nebel. Chinesischen Text ohne Leerzeichen zerlegt LemmaLoom zuerst in Wörter, die in Ihrem Geltungsbereich vorkommen, und verarbeitet ihn dann auf dieselbe Weise. Bei einem Wort, das nicht vorkommt, meldet die Ansicht Keine grammatischen Partner für dieses Wort gefunden.
Wenn Sie den Zeilenschalter drücken, zeigt das Feld Wort das skizzierte Wort; aus Schulen wird also Schule und aus dichten Nebel wird Nebel. Dieses Wort gilt für alle drei Modi und bleibt erhalten, wenn Sie zwischen ihnen wechseln. Wenn Sie einen Partner skizzieren, bleibt das eingegebene Wort im Feld Wort, und der Partner kommt zum Weg über der Skizze hinzu.
Was eine Skizze eines Geltungsbereichs umfasst
- Nur Originaldokumente. Enthält ein Set übersetzte Dokumente, verwendet die Skizze stattdessen die Originale. Für eine Skizze der Übersetzungen wählen Sie die gewünschte Übersetzungssprache unter Korpus (siehe Übersetzungen skizzieren weiter unten).
- Nur indizierte Dokumente. Fehlt bei einigen Dokumenten die Indizierung, nennt ein Hinweis unten, etwa 13 von 14 Dokumenten indiziert, wie viele indizierte Dokumente einbezogen sind. Ist keines der Dokumente indiziert, erscheint der Hinweis Die Grammatik wird verfügbar, sobald die Indizierung abgeschlossen ist.
- Partner jeder Häufigkeit. Anders als der Skizzenraum beziehen Grammatik und Kodierung auch Partner ein, die nur einmal vorkommen. In einem großen Geltungsbereich kann ein besonders seltener Partner allerdings unbewertet bleiben.
Die Ansicht aktualisiert sich automatisch, wenn Sie den Text eines Dokuments bearbeiten, eine Kodierung vornehmen oder einen neuen Code anlegen.
Dokumentcodes
Ein Code kann zu einem einzelnen Dokument gehören (siehe Kapitel 7, Kodieren). In diesem Fall steht in Code-Skizzen und im Multimodus von Sets oder Projekten der Titel des Dokuments in Klammern hinter dem Codenamen. Im Projekt „Klimadebatte“ gehören die Sprechercodes zum Dokument „Radiodebatte“. Der Code „Skeptiker“ erscheint deshalb als „Skeptiker (Radiodebatte)“. Lange Titel werden auf den Teil gekürzt, der sie unterscheidet, mit Auslassungspunkten (…) für das Weggelassene.
Gibt es im untersuchten Geltungsbereich Dokumentcodes, erscheint neben Unkodierte einbeziehen das Markierungsfeld Dokumentcodes einbeziehen. Es ist zunächst ausgewählt. Heben Sie die Auswahl auf, wenn nur Codes, die dokumentübergreifend gelten, in die Zählung der Vorkommen eingehen sollen; die Vorkommen, die Dokumentcodes abdecken, zählen dann unter einem anderen Code der Textstelle oder unter Unkodiert.


Übersetzungen skizzieren
Enthält Ihr Geltungsbereich Dokumente, die ins Englische, Deutsche oder Chinesische übersetzt sind, erscheint in der Leiste ein Menü. Sein Tooltip lautet Quelle, und es zeigt zunächst die Auswahl Originale. Unter Korpus enthält das Menü den Eintrag Originale und einen Eintrag für jede Übersetzungssprache, etwa Übersetzungen (Englisch), denn die Wortskizze arbeitet immer nur mit einer Sprache.


Wählen Sie eine Sprache, um eine Wortskizze ausschließlich der Übersetzungen in diese Sprache zu erstellen. Das brauchen Sie in der Regel, wenn Ihre Dokumente in einer anderen Sprache als Englisch, Deutsch oder Chinesisch vorliegen. Im Projekt „Klimadebatte“ enthält Übersetzungen (Englisch) zum Beispiel nur eine Übersetzung, „Uns läuft die Zeit davon (Englisch)“. Wenn Sie eine Übersetzungssprache wählen, geben Sie das Wort in dieser Sprache ein, also etwa climate statt Klima. Wenn Sie das Korpus wechseln, werden Ihre Dokumente neu vorbereitet.
Kodierungen in einem Original erscheinen auch in seinen Übersetzungen (siehe Kapitel 9, Übersetzungen und geteilte Ansicht). Kodierung und Multimodus funktionieren deshalb auch mit einem Übersetzungskorpus.
Das Wortskizzen-Fenster
Das Wortskizzen-Fenster zeigt genau dasselbe wie die Ansicht im Tab Wortskizze, aber in einem eigenen Fenster, das Sie neben der Leseansicht offen halten können. Tab und Fenster teilen sich für jeden Geltungsbereich eine Skizze. Wort, Weg, Modus, Korpus, Markierungsfelder und Kandidatenwörter sind deshalb in beiden gleich. Geben Sie im Fenster ein Wort ein, erscheint es auch in der Ansicht im Tab Wortskizze des Sets.
Sie können das Fenster auf mehreren Wegen öffnen:
- Klicken Sie in der Seitenleiste mit der rechten Maustaste auf das Projekt, ein Set oder den Namen eines Tags und wählen Sie Wortskizze.
- Klicken Sie in der Ansicht Wortskizze des Projekts, eines Sets oder eines Tags auf die Schaltfläche In einem Fenster öffnen ganz rechts in der Leiste. Dieselbe Schaltfläche finden Sie im Abschnitt Wortskizze des Codebuch-Fensters.
- Klicken Sie in der Facette Wortskizze, Code-Skizze oder Skizzenraum des Inspektors auf In einem Fenster öffnen. Das Fenster öffnet sich mit dem aktuellen Dokument, und Modus und Wort der Facette bleiben erhalten.
- Klicken Sie im Tab Wortskizze des Projekts oder im Tab eines Sets oder Tags, der Wortskizze zeigt, mit der rechten Maustaste auf den Namen des Tabs und wählen Sie In neuem Fenster öffnen (siehe Kapitel 3, Projekte und Dokumente).
Es gibt immer nur ein Wortskizzen-Fenster. Öffnen Sie es erneut, ersetzt der aktuell ausgewählte Geltungsbereich den bisherigen, und das Fenster zeigt immer das aktive Projekt in LemmaLoom.
Das Menü des Fensters mit dem Tooltip Quelle enthält auch die Bedienelemente, mit denen Sie den Geltungsbereich wechseln. Seine Beschriftung zeigt deshalb den Geltungsbereich, den das Fenster gerade anzeigt, und, wenn der Geltungsbereich Übersetzungen enthält, das Korpus, etwa „Klimadebatte · Originale“. Der Abschnitt Geltungsbereich führt das Projekt (mit einem Ordnersymbol), die Sets in alphabetischer Reihenfolge, die Tags und, falls vorhanden, das aktive Dokument in der Leseansicht auf. In „Klimadebatte“ sind das die Sets „Aktivisten“, „Große Reichweite“ und „Skeptiker“ und die Tags „Meinungsbeitrag“ und „viral“. Um zum Beispiel die Dokumente der Gruppe „Print“ zu skizzieren, legen Sie ein intelligentes Set mit einer Bedingung Gruppe an (siehe Gruppen in Kapitel 8, Sets, Gruppen, Tags und Attribute).
Wenn Sie einen anderen Geltungsbereich wählen, behält das Fenster Wort, Weg, Modus, Korpus und Markierungsfelder bei, sodass Sie Geltungsbereiche direkt vergleichen können. Um Klima in „Aktivisten“ und „Skeptiker“ zu vergleichen, wechseln Sie also den Geltungsbereich.


Ein Dokument als Geltungsbereich ergibt fast dieselbe Skizze wie der Inspektor, mit drei Unterschieden:
- Das Fenster behält sein Wort, wenn Sie in die Leseansicht klicken.
- Sein Feld Wort nimmt jede Wortform an (siehe Das Feld Wort).
- Im Kontext anzeigen geht die Stellen durch, an denen die beiden Wörter verbunden sind (siehe Partner im Text anzeigen).
Von einer Wörterbuchkategorie ausgehen
Eine Wortskizze kann von den Begriffen einer Wörterbuchkategorie ausgehen, sodass Sie die Begriffe einzeln durchgehen können. Im Projekt „Klimadebatte“ gibt es das Wörterbuch „Heckenausdrücke“ mit der Kategorie „Abschwächer“, und deren Wortskizzen zeigen, worüber sich die Verfasser nur vorsichtig äußern.
So beginnen Sie eine Wortskizze mit einer Kategorie:
- Klicken Sie in der Seitenleiste unter Projekt oder im Tab eines Sets auf Wörterbücher.
- Wählen Sie ein Wörterbuch aus.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine seiner Kategorien und wählen Sie Wortskizze; der Befehl ist deaktiviert, wenn die Kategorie keine Begriffe enthält.
Um direkt mit einem bestimmten Begriff zu beginnen, doppelklicken Sie in der Begriffsliste der Kategorie auf diesen Begriff. Sie können den Begriff auch mit der rechten Maustaste anklicken und Dieses Wort skizzieren wählen. In Fenster öffnen im selben Kontextmenü öffnet die Skizze im eigenen Wortskizzen-Fenster.
Die Ansicht wechselt dann für dasselbe Projekt oder Set zu Wortskizze und behält Ihren bisherigen Modus bei. Skizziert wird entweder der gewählte Begriff oder, nach Wortskizze, der Begriff, der im Geltungsbereich am häufigsten vorkommt. Unter der Leiste stehen der Name der Kategorie mit ihrer Farbe und danach ihre Kandidatenwörter. Bei „Abschwächer“ gehören dazu unter anderem denken, vielleicht und wahrscheinlich. Ein Klick auf ein Kandidatenwort erstellt dessen Skizze. Das aktuell ausgewählte Kandidatenwort ist hervorgehoben.
Ihre Begriffe werden den Lemmata zugeordnet, die sie dort haben, wo sie in Ihrem Geltungsbereich vorkommen, und Wendungen dem Wort, das ihren Kopf bildet. Ich glaube und ich denke werden also glauben und denken zugeordnet. Alle Begriffe, die auf dasselbe Wort hinauslaufen, teilen sich ein Kandidatenwort. Wenn Sie den Mauszeiger auf ein Kandidatenwort halten, sehen Sie, welche Begriffe ihm zugeordnet sind.
Die Kandidatenwörter sind danach geordnet, wie häufig sie in Ihrem Geltungsbereich vorkommen. Kandidatenwörter von Begriffen, die in Ihrem Geltungsbereich in keiner Form vorkommen, stehen deaktiviert am Ende der Zeile, mit dem Tooltip Nicht gefunden. Wenn Sie ein Wort in das Feld Wort eingeben, das nicht zu den Kandidatenwörtern gehört, verschwindet die ganze Zeile. Mehr dazu finden Sie unter Wortskizzen aus einer Kategorie in Kapitel 19, Wörterbücher.
Der Multimodus und das Sternchen
Der Multimodus zeigt den Skizzenraum des Geltungsbereichs. Er vergleicht Wortskizzen über Spalten hinweg; die Spalten stehen für die Codes, die die Vorkommen des Wortes abdecken, oder auf Set- und Projektebene für die Werte eines Attributs wie „Haltung“. In einem Raster steht jede Zeile für eine Relation und jede Spalte für einen Code oder Wert, und jede Zelle zählt die Verbindungen des Wortes in dieser Relation in dieser Spalte. Karten heben die stärksten Partner jeder Spalte hervor. Im Tab Multimodus des Inspektors findet derselbe Vergleich auf der Ebene eines einzelnen Dokuments statt. Mehr zum Skizzenraum finden Sie in Kapitel 14, Skizzenraum.
Im Raster kennzeichnet ein Sternchen neben einer Zahl, das eine Zeile unter dem Raster erklärt, eine charakteristische Relation. Das bedeutet, dass eine Relation in einer Spalte deutlich häufiger vorkommt als im übrigen Geltungsbereich. Ein Sternchen erscheint in einer Zelle nur, wenn alle drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
- die Zahl ist mindestens drei, damit ein oder zwei Sätze nicht schon als charakteristisch gelten;
- die Zahl liegt über ihrer erwarteten Anzahl; und
- ein einseitiger exakter Fisher-Test ergibt einen p-Wert unter 0,05.
Ein Beispiel
Angenommen, Ziel hat im Projekt 12 grammatische Verbindungen, die alle in Texten von Aktivisten und Skeptikern vorkommen, und Sie vergleichen seine Zahlen zwischen den Werten des Attributs „Haltung“. Die Zahlen sind zur Veranschaulichung erfunden:
| Relation | Aktivismus | Skepsis | Ganzes Projekt |
|---|---|---|---|
| Subjekt von | · | 1 | 1 |
| Objekt von | 6 | · | 6 |
| Adjektivische Modifikatoren | 1 | 3 | 4 |
| Präpositionalphrasen | 1 | · | 1 |
| Alle Verbindungen | 8 | 4 | 12 |
Ein Punkt steht für null Vorkommen. Die Summen der Zeilen und Spalten sind nur für dieses Beispiel angegeben. In den Texten der Aktivisten ist Ziel meist das Objekt von setzen, während die Skeptiker von nationalen Zielen sprechen. „Aktivismus“ erhält neben Objekt von ein *, „Skepsis“ neben Adjektivische Modifikatoren dagegen keines, obwohl drei ihrer vier Verbindungen dort liegen.
Erwartete Anzahl
Von den insgesamt 12 Verbindungen im Projekt gehören 6 zu Objekt von, also genau die Hälfte. Verwendeten die Aktivisten Ziel so wie das Projekt insgesamt, fiele die Hälfte ihrer 8 Verbindungen, also 4, unter Objekt von. Die erwartete Anzahl ist deshalb 4; das ist die Zahl, die Sie erwarten würden, wenn sich die Spalte nicht vom ganzen Geltungsbereich unterschiede. Tatsächlich hat „Aktivismus“ 6 Verbindungen unter Objekt von.
- ist die erwartete Anzahl für eine Zelle.
- ist die Gesamtzahl der Verbindungen in der getesteten Spalte (8 für „Aktivismus“).
- ist die Gesamtzahl der Verbindungen dieser Art im ganzen Geltungsbereich (6 für Objekt von).
- ist die Gesamtzahl der Verbindungen des Wortes im ganzen Geltungsbereich (12). Hier werden Verbindungen gezählt, nicht Tokens wie in der Formel für MI.
Für „Aktivismus“ ist . Für „Skepsis“ unter Adjektivische Modifikatoren ist . Beide Zahlen liegen über ihrer erwarteten Anzahl und werden deshalb getestet. Ob Sie gegen den ganzen Geltungsbereich oder gegen dessen Rest testen, führt ohnehin zum selben statistischen Test.
Der einseitige exakte Fisher-Test
Der exakte Fisher-Test prüft, ob zufällige Schwankungen die Ergebnisse in der Tabelle erklären könnten. Sechs Vorkommen, wo vier erwartet wurden, können etwas bedeuten, doch bei insgesamt 12 Verbindungen ergibt schon der Zufall viele verschiedene Verteilungen. Der Test berechnet, welcher Anteil der möglichen Tabellen „Aktivismus“ sechs oder mehr Verbindungen unter Objekt von gäbe.
Stellen Sie sich zwölf Spielkarten vor, die für die Verbindungen stehen. Sechs davon tragen die Aufschrift Objekt von, und Sie mischen alle, bevor Sie für „Aktivismus“ zufällig acht ziehen. Hätte die „Haltung“ nichts damit zu tun, wie das Wort verwendet wird, zöge „Aktivismus“ einfach ein zufälliges Blatt. Sie wollen wissen, wie wahrscheinlich es ist, dass sechs oder mehr der acht Karten die Aufschrift Objekt von tragen.
Dazu müssen Sie zunächst wissen, wie viele verschiedene Kombinationen von Objekten Sie aus Möglichkeiten ohne Beachtung der Reihenfolge auswählen können. Die Formel lautet:
Man liest das „m über j“. Ein Ausrufezeichen () hinter einer Zahl bezeichnet ihre Fakultät, das Produkt aller ganzen Zahlen von eins bis zu dieser Zahl; so ist . Aus vier Karten lassen sich zwei auf Arten auswählen.
Es gibt
Kombinationen von acht Karten, die Sie aus den zwölf ziehen können. Die Faktoren stecken sowohl in als auch in und kürzen sich deshalb weg. Für ein Blatt mit allen sechs Karten Objekt von wählen Sie alle sechs, was eine Kombination ergibt; um das Blatt zu vervollständigen, wählen Sie zwei weitere Karten aus den übrigen, was auf Arten möglich ist. Kein Blatt kann mehr als sechs Karten Objekt von enthalten. Es gibt also 15 günstige Ergebnisse von insgesamt 495:
Diese Wahrscheinlichkeit ist ein p-Wert. Er gibt an, wie wahrscheinlich sechs oder mehr Verbindungen dieser Art rein zufällig zustande kommen, und zwar unter der Nullhypothese, nach der die betrachtete Spalte aus zufällig gezogenen Verbindungen des Wortes besteht. Er ist nicht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Unterschied echt ist. Setzt LemmaLoom ein Sternchen, heißt das, dass eine solche Zahl in zufälligen Blättern mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 5 Prozent ( unter 0,05) auftreten würde. Der Wert 0,030 von „Aktivismus“ liegt unter dieser Grenze; LemmaLoom setzt deshalb ein * neben die Zahl unter Objekt von.
Von den zwölf Karten erhält „Skepsis“ vier; vier der zwölf tragen die Aufschrift Adjektivische Modifikatoren. Wie zuvor gibt es hier insgesamt mögliche Blätter. Für ein Blatt mit genau drei Karten Adjektivische Modifikatoren nehmen Sie drei der vier ( Kombinationen) und eine der acht übrigen Karten (acht Kombinationen). Das ergibt insgesamt 32 Blätter; dazu kommt ein Blatt mit allen vier Karten Adjektivische Modifikatoren. Also ist
Da der p-Wert über 0,05 liegt, setzt LemmaLoom kein Sternchen. Drei von vier klingt beeindruckend, doch ein zufälliges Blatt ergibt diese Zahl in fast sieben Prozent der Fälle.
Allgemein ist der p-Wert die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller Zahlen, die gleich der beobachteten Zahl oder größer sind:
Im Einzelnen:
- ist die beobachtete Zahl der Verbindungen in einer Zelle ( für „Aktivismus“, für „Skepsis“);
- addiert den Bruch für jede ganze Zahl vom Wert unter dem Zeichen bis zum Wert darüber;
- zählt die Möglichkeiten, Elemente aus (der Zahl der Verbindungen dieser Art) auszuwählen;
- zählt die Möglichkeiten, die übrigen Plätze der Spalte () mit anderen Verbindungen zu füllen;
- ist die Gesamtzahl der Kombinationen für eine Spalte dieser Größe;
- ist der kleinere der beiden Werte und . Keine Spalte kann mehr Verbindungen enthalten, als sie groß ist, oder mehr, als es Verbindungen dieser Art gibt.
Für „Skepsis“ addieren Sie also die Wahrscheinlichkeiten für und ( und ).
Der Test ist einseitig, weil er nur auf ungewöhnlich hohe Zahlen prüft. Kommt eine Relation seltener vor als erwartet, erhält sie kein Sternchen. Das einzelne Vorkommen der Aktivisten unter Adjektivische Modifikatoren erhält keines. Exakt ist der Test, weil er jede mögliche Kombination abzählt; deshalb eignet er sich gut für wenige Beobachtungen. Zu den Grenzen dessen, was sich daraus schließen lässt, siehe Das Sternchen deuten in Kapitel 14, Skizzenraum.
Jede Zelle wird einzeln getestet. Bei vielen Zellen kann deshalb gelegentlich ein zufälliges * entstehen. Spalten mit wenigen Vorkommen erhalten selten ein Sternchen.
Partner im Text anzeigen
Wie Sie von einem Partner zu den Sätzen dahinter gelangen, hängt davon ab, wo die Skizze angezeigt wird.
| Partner auf der Karte anklicken | Im Kontext anzeigen auf der Karte | Zeile in der Liste anklicken | |
|---|---|---|---|
| Inspektor, Wortskizze oder Code-Skizze | skizziert den Partner | erstes Vorkommen des Partners | erstes Vorkommen des Partners |
| Ansicht und Fenster Wortskizze | skizziert den Partner | nächste Stelle, an der die beiden verbunden sind | nächste Stelle, an der die beiden verbunden sind |
Wenn Sie im Inspektor Im Kontext anzeigen wählen oder auf eine Zeile klicken, gelangen Sie zum ersten Vorkommen des Partners im Dokument, ob es in der Nähe des skizzierten Wortes steht oder nicht. Wiederholen Sie das, landen Sie jedes Mal wieder an dieser Stelle. Da die Facetten der Auswahl in der Leseansicht folgen, zeigt die Facette danach die Skizze des Partners. Zur vorigen Skizze gelangen Sie mit Zurück oder indem Sie das vorige Wort im Weg über der aktuellen Skizze anklicken. Wenn Sie die Skizze stattdessen mit In einem Fenster öffnen im Wortskizzen-Fenster öffnen, können Sie die Stellen, an denen die beiden Wörter verbunden sind, nacheinander durchgehen.


In der Ansicht oder im Fenster Wortskizze findet Im Kontext anzeigen die Stellen, an denen die beiden Wörter verbunden sind, unabhängig von ihrer Relation:
- Der erste Klick öffnet das Dokument mit der ersten solchen Stelle im Vorschau-Tab (siehe Der Vorschau-Tab in Kapitel 3, Projekte und Dokumente) oder macht seinen Tab aktiv, wenn das Dokument bereits geöffnet ist. Die Leseansicht scrollt zu dem Satz, wählt das skizzierte Wort aus und hebt den Text von ihm bis zu seinem Partner hervor.
- Jeder weitere Klick auf denselben Partner geht zur nächsten Stelle weiter, in der Reihenfolge der Dokumenttitel und dann des Textes.
- Nach der letzten Stelle beginnt der nächste Klick wieder bei der ersten.
Liegt die nächste Stelle in einem Dokument, das gerade nicht geöffnet ist, übernimmt dieses Dokument automatisch den Vorschau-Tab. Bei einer Präpositionalphrase wie auf Stromrechnung umfassen die Stellen jedes Vorkommen von Stromrechnung, das mit dem skizzierten Wort verbunden ist, unabhängig von Relation und Präposition. Wenn Sie ein neues Wort in das Feld Wort eingeben, beginnt der Durchgang wieder bei der ersten Stelle.
Wenn Sie vom Tab Wortskizze eines Sets oder des Projekts aus eine Stelle anspringen, wird der Tab des Dokuments aktiv; klicken Sie vor dem nächsten Schritt wieder auf den Tab Wortskizze. Wenn Sie die Skizze dabei im Blick behalten möchten, verwenden Sie stattdessen das Wortskizzen-Fenster.
Exportieren
Mit einer Schaltfläche in der Leiste exportieren Sie den Inhalt Ihrer Skizze. Die Schaltfläche zeigt ein Kästchen mit einem Pfeil.
- In den Darstellungen Karte und Netz öffnet die Schaltfläche ein Menü, in dem Sie wählen, ob Sie ein Bild exportieren oder mit CSV eine Tabelle der Partner. PNG und PDF sichern ein Bild Ihrer Skizze.
- In der Darstellung Liste sichert die Schaltfläche die CSV-Tabelle direkt.


Das gesicherte Bild wird in einer festen Größe neu angeordnet. Dabei sind bis zu acht Partner pro Relation möglich, was mehr sein kann, als ein schmaler Inspektor zeigt.
Die gesicherte CSV-Datei enthält eine Zeile für jeden Partner der Skizze, bis zu 12 pro Relation. Jede Zeile enthält Relation, Kollokat, Lemma, Wortart, Häufigkeit und logDice. Kollokat ist der Partner, wie er angezeigt wird (auf Stromrechnung). Lemma ist der Partner in seiner Grundform (Stromrechnung). Wortart gibt seine Wortklasse an. Bei einer Code-Skizze enthält die Spalte Relation den Namen des Codes.
Ein Dialog fragt, in welchem Ordner Sie den Export sichern möchten. Der vorgeschlagene Dateiname lautet etwa word-sketch-klima und besteht aus word-sketch- oder code-sketch- und dem skizzierten Wort. Im Multimodus exportiert diese Schaltfläche den Skizzenraum, wie unter Exportieren in Kapitel 14, Skizzenraum beschrieben.